Überblick


Historie Kraftwerke Frechen und Berrenrath

In den Wirbelschichtfeuerungen der KraftwerkeWachtberg wird schon seit Jahren Klärschlamm mitverbrannt.
In Ville Berrenrath/Hürth auch belastetes Altholz und seit 2006 auch Sekundärbrennstoffe.
Im Genehmigungsverfahren für Mitverbrennung in Wachtberg/Frechen 2002 genehmigte die Behörde vorerst nur die Mitverbrennung von Klärschlamm. Die ebenfalls beantragten 80.000t hochbelastetes Altholz der Klassen 3 und 4 wurden in einen Ergänzungsantrag zurückgestellt. Neu zu beantragen innerhalb von 24 Monaten.(Erhebliche Einsprüche Frechener Bürger im Genehmigungsverfahren, und Gutachten danach) und RWE-Power verfolgte diesen Zusatzantrag nicht weiter. In Berrenrath wurde vorübergehend auch die Mitverbrennung Hölzer Klasse 4 eingestellt.


Jetzt gibt es neue Anträge.

Es gab - unbemerkt von Bürgern und Politikern - Anträge für einen Probebetrieb der Mitverbrennung von neuem Material
Ersatzbrennstoffe (u.a. Müll) für die Kraftwerke Berrenrath und Frechen. In Goldenberg wird Papierschlamm mitverbrannt.
Teilweise wurden diese Anträge innerhalb der Verwaltungenweitergegeben und von der zuständigen Behörde genehmigt, ohne dass dies Politikern oder Bürgern bewusst wurde.

Aufgrund der räumlichen Nähe konnten Frechener Bürger auch im Berrenrather Verfahren Einsprüche geltend machen. Da die Entscheidungen für Berrenrath maßgeblichen Einfluss auf alle weiteren Planungen haben, haben wir uns bereits hier engagiert. Stellungnahmen von Bürgern finden Sie hier: (Meinungen)

Achtung: Wegen eines Formfehlers(!) beginnen die Auslegung und der Widerspruch bezüglich Berrenrath von Neuem: Anfang März 4 Wochen Auslegung, danach 2 Wochen Widerspruchs möglichkeit. Der neue Anhörung,s.termin, bei dem jeder, der Widerspruch eingelegt hat, zugelassen werden muss und Rederecht hat, ist am 18.5.2011, voraussichtlich wieder im Bürgerhaus Hürth.


Kraftwerk Ville-Berrenrath

Daten: 2 Wirbelschichtkessel (seit 1991), 5 Dampfturbinen, der Veredelungsbetrieb stellt ausschließlich Braunkohlestaub her.

Weitere Informationen bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kohleveredlungsbetrieb_Ville/Berrenrath


Stand des Antragsverfahrens

Im Augenblick läuft der Antrag für Berrenrath, die Versuchsgenehmigung zur Verbrennung von anderen Brennstoffen als Braunkohle und Klärschlamm in eine dauerhafte Genehmigung umzuwandeln und die Mengen an Ersatzbrennstoffen zu erhöhen. Beantragt als Ersatz für Braunkohle als Brennstoff sind in Berrenrath Klärschlamm, Flüssigbrennstoffe, "Bio"brennstoffe, verbrauchte Aktivkohlen, Spülwässer, Braunkohlenfaserholz, Rückstandskalk, Sekundärbrennstoffe, Altholz und Gärschlamm mit einem Brennwert-Anteil von 49,7%. Der Einsatz folgender Mengen an Ersatzbrennstoffen wird erfolgen, wenn der Dauerbetrieb genehmigt wird:


Klärschlamm (10-60 Tonnen pro Stunde) Flüssigbrennstoffe aus der Aufbereitung von Ölen, Fetten und Emulsionen sowie aus der Düngemittelherstellung und anderen nicht spezifizierten chemischen Prozessen (1-10 Tonnen pro Stunde)"Bio"brennstoffe: Holzabfälle der Klassen A 1 bis A 3, Getreide, Gräser und Blumen, Ölsaaten, Wurzelkulturen und Hülsenfrüchte, Grünschnitt, Kompostüberlauf aus Kompostieranlagen, Rückstände aus der pflanzlichen Vergärung, Korkabfälle und Mischungen aus den o.g. Stoffen (1-20 Tonnen pro Stunde)Verbrauchte Aktivkohlen aus der Wasseraufbereitung (1-10 Tonnen pro Stunde) Spülwässer aus Produktionsprozessen, enthalten Öle und Tenside (0,1-5 Tonnen pro Stunde)Braunkohlenfaserholz aus der Aufbereitung der Rohbraunkohle (0-100 Tonnen pro Stunde)Rückstandskalk aus einer Anlage zur Herstellung von Grundchemikalien, Näheres nicht bekannt (0-60 Tonnen pro Stunde)Sekundärbrennstoffe: Fraktionen von Siedlungsabfall und ähnlichen Gewerbeabfällen (1-12 Tonnen pro Stunde)Altholz der Klassen A 1 bis A 4 mit einem PCB-Wert bis zur Genehmigungshöchstgrenze (1-12 Tonnen pro Stunde)Gärschlamm aus Biogasanlagen, die Siedlungsabfälle einschließlich Biotonnen-Inhalte umsetzen. (10-60 Tonnen pro Stunde)
Bei 24-stündiger Betriebszeit pro Tag sind die Werte entsprechend zu multiplizieren.

Die Sekundärbrennstoffe werden im Gegensatz zur Braunkohle auf der Straße angeliefert.


Kraftwerk Frechen-Wachtberg

Daten: Mit 5 Kesseln versorgt das Kraftwerk den Braunkohleveredelungsbetrieb mit Strom und Dampf. 3 Kessel sind Mühlenkessel, 2 arbeiten mit Wirbelschichttechnik. Das Kraftwerk hat 6 Turbinen. Produziert werden im Veredelungsbetrieb Briketts und Braunkohlestaub. Details zur Anlage:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kohleveredlungsbetrieb_Frechen


Das haben wir bisher erreicht

Für die zwei Wirbelschichtkessel beantragte RWE/Rheinbraun 2002 die Mitverbrennung von Klärschlamm und Altholz (damals hochbelastete Hölzer wie z. B. Bahnschwellen). Dank des Einsatzes einer Bürgerinitiative wurde der damalige Genehmigungsprozess mit aktiven, erfolgreichen Eingaben bis zum öffentlichen 2-tägigen Anhörungsmarathon im Juli 2002 begleitet.

Erzielte Verbesserung in der Genehmigung 2003: Grenzwerte für toxische Stoffe wurden gesenkt. Anschluss an das Emissions-Fernüberwachungssystem. Die kritische Altholzverbrennung wurde von RWE derzeit nicht weiterverfolgt. Die vom Kraftwerk Wachtberg ausgehenden Lärm-Immissionen dürfen an den nächst-benachbarten Wohnhäusern wie z.B. Dr.-Toll-Straße, Am Hang/Heidgesweg bestimmte dB(A) Werte nicht überschreiten. Geruchsbelästigungen sind durch bauliche Veränderungen zu vermeiden .






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